Rostocker Tümmler

 
Der Rostocker Tümmler

Der Rostocker Tümmler ist eine alte Taubenrasse der Stadt Rostock. Ursprünglich ist er mit den Dänischen und Hamburger Flugrassen verwandt und ist in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ausgestorben.
Seit 1959 beschäftigten sich dann einige engagierte Züchter mit der Wiederherauszüchtung der Rasse und gaben ihr so eine neue Chance.
Heute ist der Rostocker Tümmler die einzige anerkannte Geflügelrasse, die ihren Ursprung in Mecklenburg hat. Eben ein Stück Mecklenburg für den eigenen Taubenschlag.
Zur Zeit steht die Zucht des Rostocker Tümmler auf einer eher kleinen Basis von weniger als 20 Zuchten. Es kommen zwar immer mal wieder einige dazu, aber leider geben auch immer wieder einige Zuchtfreunde auf. Dies liegt wohl an der anspruchsvollen nicht gerade einfachen Zucht. Oft bleibt das Zuchtergebnis hinter den Erwartungen zurück, was sich wahrscheinlich kurzfristig nur ändern lässt indem man die Zucht auf eine breitere Basis stellt.
Vielleicht sollte sich eben doch der eine oder andere Züchter mal überlegen ob er seiner Heimatrasse nicht etwas unter die Arme greift. Natürlich sind aber nicht nur mecklenburger Züchter angesprochen. Auch jeder andere interessierte Züchter ist immer willkommen. Wollen wir die zahlreich anfallende Nachzucht des Rostocker optimal nutzen und die geforderten Merkmale schnellstmöglich festigen sind wir auf jeden Züchter angewiesen.


Rassemerkmale



 

Gesamteindruck:
Knapp mittelgroßer Tümmler mit aufgerichteter Haltung, mittellangem Schnabel und Rundhaube.
 
Kopf:
Länglich rund mit leicht gewölberter Stirn, freistehender Haube in Rosetten endend, die den Kopf etwas überragt.

Augen:
Perlfarbig; Rand schmal, lebhaft rot.

Schnabel:
Mittlang, breit angesetzt, stark, stumpf, mit der Stirn einen stumpfen Winkel bildend; hell, bei Schwarzen ein kleiner Stipp gestattet: Warzen zart, weiß gepudert.

Hals:
Mittellang, voll aus dem Körper kommend, sich nach oben verjüngend, Kehle gut ausgeschnitten.

Brust:
Rund, breit, wenig hervortretend.

Rücken:
Breit, abfallend.

Flügel:
Kräftig, fest am Körper anliegend, den Rücken deckend ohne zu kreuzen, das Schwanzende nicht ganz erreichend.

Schwanz:
Mittellang, geschlossen, mit dem Rücken eine Linie bildend.

Beine:
Mittellang, unbefiedert; Nägel hell.

Gefieder:

Straff und fest anliegend.

Farbschläge:
Weißschlang-Weißschwänze in Schwarz, Rot und Gelb

Farbe und Zeichnung:
Alle Farben satt und glanzreich. Weiß sind 6 bis 10 Handschwingen und der Schwanz mit Decke und Keil mit geradem Schnitt am Keilansatz und Unterrücken. Dass sich Afterweiß mit zunehmender Weißschwingigkeit ausbreitet, sollte berücksichtigt werden. Das übrige Gefieder ist farbig. Die Daumenfedern werden farbig angestrebt. Etwas weiße Hosen sind gestattet.

minimales Weiß in den Schwingen                             maximales Weiß in den Schwingen
            
                 
Grobe Fehler:
Kurzer, gedrunger Körper, niedriger Stand, schmale Brust, zu flache Haltung, flache Stirn, Kopfplatte, lückenhafte Haube, fehlende Rosetten, viel Rot in der Iris, offener Rücken, matte Farbe, viel Afterweiß, mangelhafte Zeichnung, mehr als 10 oder weniger als 6 weiße Schwingen, mehr als 2 weiße Schwingen Unterschied.

Bewertung:
Gesamteindruck - Körperform und -haltung - Stand - Kopf und Haube - Augen und Rand - Farbe und Zeichnung.